Entspannung

 

 Es gibt viele gute Gründe ein Entspannungsverfahren zu beherrschen, das uns hilft,   

STRESS und körperliche Anspannung abzubauen.

 

 

Unser Körper ist so ausgelegt, dass er einen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung benötigt. 

Beispielsweise werden sonst unsere Abwehrkräfte geschwächt.

  • Entspannung hilft unserem Körper:
  • Der Muskeltonus, die Herzrate, der Blutdruck und die Atemfrequenz werden verringert.
  • Unser Körper läuft nicht mehr auf Hochtouren.
  • Die Hautdurchblutung wird gesteigert und wir können geistig abschalten.
  • Entspannung hilft unserer Seele, in uns breitet sich ein Gefühl der Ruhe aus,wir fühlen uns geistig erholt.
  • Gelassenheit und Ausgeglichenheit stellen sich ein.

Entspannung kann über unsere Gedanken und über unseren Körper eingeleitet werden.

Viele Menschen sind heutzutage so sehr in ihre Alltagspflichten eingebunden, dass sie kaum noch Zeit zur Entspannung finden: Termindruck, Hektik oder Sorgen vor der Zukunft bestimmen ihren Alltag und bringen den Körper auf Hochtouren. 

Wer allerdings wie ein Hamster im Laufrad durchs Leben hetzt und dabei vergisst, zur Ruhe zu kommen, der verliert mit der Zeit die Fähigkeit zur Entspannung – ständige Nervosität, Ängste, Schlaflosigkeit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Folge sein. 

Doch es gibt viele Möglichkeiten, den Teufelskreis zu durchbrechen und für mehr körperliche Entspannung, Stressabbau und Gelassenheit im Leben zu sorgen.

Phantasiereisen - was ist das eigentlich genau?

Phantasiereisen ähneln dem Autogenen Training. Man kann sie auch als gelenkte Tagträume bezeichnen. Während einer Phantasiereise sehen Sie vor Ihrem geistigen Auge eine Geschichte ablaufen, die Ihnen entweder von einer anderen Person vorgelesen oder erzählt wird oder die Sie sich selbst im Kopf erzählen. Eine Phantasiereise können Sie erleben, wenn Sie sich in einem entspannten Zustand befinden und sich auf die Bilder einlassen, die Ihnen in den Sinn kommen.  

Es handelt sich bei einer Phantasiereise tatsächlich um eine „Reise“, denn Sie begeben sich in die Welt Ihrer Phantasie. Was immer Ihnen dort begegnet, gehört ganz allein Ihnen. Es sagt etwas über Sie aus und Sie können mit den Bildern und Erlebnissen viel über sich selbst erfahren. Phantasiereisen können einfach nur zur Entspannung durchgeführt werden. Sie können aber auch zielgerichtet eingesetzt werden, z.B. um die eigene Kreativität zu fördern oder die inneren Bilder zu nutzen, um persönliche Entscheidungen zu unterstützen.

Ziel einer Phantasiereise ist es, in einer Entspannung Bilder und Gefühle entstehen zu lassen. Dabei liegen oder sitzen Sie entspannt und hören einer Geschichte zu, im Laufe derer dann Bilder und Emotionen in Ihnen aufkommen. Durch den tiefen Entspannungszustand bekommen Sie Zugang zu Ihrem Unterbewussten. Dabei werden vor allem die Bereiche in Ihrem Gehirn aktiviert, die für Kreativität und bildhaftes Denken zuständig sind. In unserer Gesellschaft wird in der Regel viel mehr Wert auf das logische Denken gelegt und deswegen kommen viele von uns viel zu selten dazu, unsere Kreativität zu entfalten und so glauben wir dann, überhaupt nicht kreativ zu sein. Das aber ist falsch, denn jeder von uns kann Bilder im Kopf entstehen lassen. Und die Fähigkeit zur Visualisierung ist eine wichtige Voraussetzung für Kreativität.

Phantasiereisen in der Selbsterfahrung

Im Rahmen von Selbsterfahrungsseminaren werden Phantasiereisen oft mit dem Ziel der Selbsterkenntnis zu bestimmten Fragestellungen eingesetzt. So geht es z.B. darum, in die Zukunft zu reisen und sich selbst in fünf Jahren zu sehen. Oder Sie gehen zurück in die Vergangenheit, um sich selbst als Kind zu sehen. Auch in manchen Therapieformen wird mit Phantasiereisen gearbeitet.

Risiken von Phantasiereisen

Ganz normale Phantasiereisen – ohne vertiefende Maßnahmen, wie z.B. Drogenkonsum o.ä. –  sind für  „gesunde“ Menschen nicht gefährlich. Natürlich kann eine solche Reise in die eigene Phantasie auch Emotionen auslösen. Wenn Sie in der Entspannung z.B. schöne oder auch traurige Bilder sehen, kann das viel in Ihnen bewegen. Sie brauchen davor aber keine Angst zu haben – Ihr Unterbewusstsein gibt grundsätzlich nur das frei, für das Sie auch bereit sind. Mit psychisch labilen Menschen sollten solche Reisen nur von therapeutisch geschulten Personen durchgeführt werden. Führt man allein mit sich selbst Phantasiereisen durch, kommt man sehr selten an tieferliegende Gefühlsschichten, sondern wählt dieses Mittel hauptsächlich zur Entspannung.

Keine Angst vor Manipulation

Bei Phantasiereisen, die von anderen Menschen angeleitet werden, brauchen Sie keine Manipulation zu fürchten, denn Sie bleiben die ganze Zeit über bei Bewusstsein . Niemand kann Sie von außen dazu zwingen, irgendwelche Bilder zu sehen – das können Sie nur selbst tun. Sie erleben nur, worauf Sie sich einlassen. Wenn Sie allerdings zu extremen Gefühlsausbrüchen neigen, sollten Sie sich vorher beraten lassen.

 Inhaltlicher Textauszug aus Zeitzuleben de

 

 Was ist Meditation?

Meditation ist eine Technik, mit der man lernt die Gedanken zu kontrollieren, die Gefühle zu verstehen und sich selbst zu erkennen. Meditation ist eine Technik mit der man in sich selbst geht , die inneren Prozesse beobachtet und steuert.

Meditation ist, wenn der Meditierende seine ganze oder ein Teil seiner Aufmerksamkeit nach Innen richtet um die Gedanken, Gefühle und den Energiefluss zu beobachten und zu steuern. Dabei versucht der Meditierende den Ursprung von Gedanken, Gefühlen und Energieflüssen zu erkennen. 

 Warum soll ich meditieren?

Wir alle wollen glücklich sein. Trotz der modernen Technik und allen Fortschritts sind heute Menschen noch mehr gestresst wie je, und nicht gerade glücklich. Von Kindheit an sind wir darauf programmieret etwas zu wollen und zu erreichen. Daran ist nichts schlimmes, solange unsere Ziele und Wünsche nicht ein Hindernis darstellen, um glücklich zu sein. Wir haben falsche Annahmen, wir nehmen an, dass erst wenn wir was erreichen oder etwas sind, erst wenn Andere über uns etwas denken oder uns anerkennen, erst dann werden wir glücklich und zufrieden sein. Dies wir aber nie so sein... Zuerst wollen wir einen Schulabschluss, eine gute Arbeitsstelle, dann einen guten Partner, dann gesunde Kinder, dann ein Haus, einen Urlaub... Vieles wurde erreicht aber das Glück kommt irgendwie nicht. Warum? Weil wir entweder hier und jetzt glücklich sein können, mit dem was wir jetzt haben und jetzt sind, oder nie.

Die Meditation hilft uns, sich auf den nächsten Schritt zu konzentrieren und in diesem Schritt glücklich zu sein. Es geht nicht darum die Wünsche aufzugeben. Nein. Die Wünsche sollten da sein und wir sollten ruhig an der Verwirklichung der Wünsche arbeiten. Aber wir sollten erkennen, dass uns die erfüllten Wünsche nicht glücklich machen können. Was dann?
Nichts. Wir brauchen nichts um glücklich zu sein. Alles was wir brauchen um glücklich zu sein ist bei uns und in uns. Aber wir müssen das zuerst erkennen! Und da hilft uns eben die Meditation.

Wenn wir nichts brauchen warum sind dann so viele Menschen unglücklich? Weil wir falsch konditioniert und "programmiert" sind! Ein Kind braucht sehr wenig um glücklich zu sein. Ein bisschen Schokolade, ein Lächeln... Genauso ein Hund oder Tiere generell. Ein bisschen streicheln und was zum Essen, und alles ist gut. Warum ist es dann später nicht genug? Warum sind wir trotz Uniabschluss, trotz des Hauses oder teuren Autos nicht glücklich?!? Wir haben gelernt das wir das oder jenes brauchen um etwas darzustellen. Um jemand zu sein. Und genau das ist falsch.

Diese falsche Annahme und Sicht kostet uns Glück! Wie ich schon geschrieben habe, ist an Wünschen nichts auszusetzen, so lange wir verstehen, dass wir schon alles haben um glücklich zu sein. Hier hilft aber nicht nur das zu glauben. Man muss es erleben! Und dazu dient die Meditation.

Meditation hilft uns wieder ins Jetzt zu kommen und sich im Jetzt zu freuen. An Blumen, an Kaffeeduft, an unserem Partner oder an der Sonne... Wir müssen uns umprogrammieren um im Jetzt zu sein! Wir müssen lernen auch abzuschalten und auszuschalten. Und dass lernen wir in der Meditation!

 

 JACOBSEN Progressive Muskelentspannung

Stress und psychische Belastung führen zu einer erhöhten Anspannung der Muskulatur. Über einen längeren Zeitraum leidet darunter nicht nur der Körper, sondern auch die Seele.

Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und innere Unruhe können die Folgen sein. Die Methode der Progressiven Muskelentspannung wurde vom amerikanischen Arzt Edmund Jacobsen entwickelt. Über die abwechselnde Spannung und Entspannung einzelner Muskelgruppen kann ein vertieftes Ruhegefühl erreicht werden. Die damit einhergehende Muskelentspannung wirkt sich wohltuend auf Körper und Geist aus. 

Was ist Progressive Muskelentspannung?

Die Methode setzt an der Muskulatur an und beruht auf dem Prinzip von Anspannung und Entspannung: Stress oder Angst gehen mit einer reflexartigen Anspannung der Muskulatur einher - der Sympathikus wird aktiviert. Das ist jener Teil des vegetativen Nervensystems, der für Erregung und Aufmerksamkeit sorgt. Umgekehrt bewirkt eine Lockerung der Muskulatur ein Ruhegefühl - das freut wiederum den Gegenspieler des Sympatikus, den Parasympathikus. Das ist jener Teil des Nervensystems, der für Entspannung sorgt. Mittels einer intensiven muskulären Entspannung wirkt die Progressive Muskelentspannung einer Stressreaktion entgegen. Der Leitgedanke dabei: ein entspannter Körper führt zu einem entspannten Geist.

Was heißt "progressiv"?

Progressiv bedeutet voranschreitend. Die gesamte Skelettmuskulatur wird Schritt für Schritt entspannt. Das Besondere dabei: der Entspannungszustand betrifft nicht nur die willentlich zu beeinflussende Muskulatur, sondern auch die willentlich nicht zu beeinflussende Muskulatur - so unter anderem die Muskeln das Magen- und Darmtraktes.

Die Methode entwickelt hat der Physiologe Edmund Jacobson, der sich mit der Funktion der Muskulatur auseinandergesetzt hat. Er erkannte, dass Menschen, die unter Unruhe und Ängsten litten eine erhöhte Muskelspannung aufwiesen. Gleichzeitig fand er heraus, dass das Stressgefühl signifikant abnahm, wenn sich der Muskeltonus reduzierte. Basierend auf diesen Beobachtungen und darauf aufbauenden Studien entwickelte Jacobsen 1938 eine aktive, körperorientierte Entspannungsmethode.

Wie funktioniert progressive Muskelentspannung?

Progressive Muskelentspannung kann sowohl im Stehen, als auch im Sitzen und Liegen durchgeführt werden. Einzige Voraussetzung ist die Fähigkeit, Muskeln an- und wieder entspannen zu können. Im Grundverfahren werden 17 verschiedene Muskelgruppen angesprochen, die jeweils angespannt und wieder gelockert werden. Jede Übung durchläuft dabei 5 Phasen. Im Detail verläuft das Entspannungstraining nach folgendem Muster:

Die 5 Phasen des Übens

Jede fokussierte Muskelgruppe durchläuft folgende 5 Phasen:

  • Phase 1 - Hinspüren: Die ganze Konzentration fokussiert sich auf die betreffende Muskelgruppe.
  • Phase 2 - Anspannen: Die jeweilige Muskelgruppe wird angespannt. Die Spannung soll deutlich spürbar, jedoch nicht krampfhaft sein.
  • Phase 3 - Spannung anhalten: Die Spannung sollte 7-10 Sekunden aufrecht gehalten werden, wobei sich die Aufmerksamkeit stets auf die betreffende Muskelgruppe richtet.
  • Phase 4 - Loslassen: Es folgt die Lockerung der Muskelspannung.
  • Phase 5 - Nachspüren: Die Aufmerksamkeit richtet sich für weitere 30 Sekunden auf die betreffende Muskelgruppe. Die Wahrnehmung sollte ohne Bewertung erfolgen.

Textauszug aus www.gesund.at