Aktive Selbstsorge

Die Vorstellung, aktiv und selbstverantwortlich sein Leben zu gestalten,ist eigentlich schon sehr alt. Schon die Epikureer im alten Griechenland bemühten sich,die Erfüllung und Zufriedenheit im eigenen Leben aus sich heraus zu schaffen.

Im asiatischen Raum gibt der Zen-Buddhismus jedem die Aufgabe, seine wahre Bestimmung in sich selbst zu suchen. Immanuel Kant  machte im "Kategorischen Imperativ" den Einzelnen zum Maßstab der Moral. Aber erst der französische Philosoph und Psychologe Michel Focault prägte den Begriff der "Sorge um sich selbst" nachhaltig. Professor Dr. Wilhelm Schmid, freier Philosoph und Buchautor in Berlin, hat die Techniken der Selbstsorge aus der Lebenskunst für die heutigen Anforderungen der Gesellschaft weiterentwickelt.                                

 

 Die vier Säulen der Aktiven Selbstsorge:

    1. Das Vereinfachen (der Blick) auf das Wesentliche! 

Die Befreiung von Ballast schafft einen freien Blick und gibt den Bewegungsspielraum für notwendige  Veränderungen.

   2. Das Nutzen der Zeit!

Der bewusste Umgang mit der kostbaren Ressource Zeit, sorgt für den nötigen Raum für Reflexion zur Selbsterkenntnis. Gleichzeitig öffnen sich Zeitfenster für wichtige Entscheidungen und das Ergreifen von Chancen.

   3. Die Sorge um ANDERE!

Der Mensch braucht die Gemeinschaft.  So bedingt die Sorge um die eigene Person, das Interesse am Mitmenschen und Anteilnahme am Gemeinwohl. Die aktive Hilfe bei der Selbstsorge des Anderen nützt auch der eigenen Selbstsorge.

    4. Der Blick auf sich selbst!

Sich bewusst die Zeit zu nehmen, für die Selbsterkenntnis, schärft den Blick für die eigene Verantwortung und die eigenen Ziele und Wünsche.

Aktiv das eigene Leben gestalten zu können, bedingt auch die Distanz zu fremdbestimmten Zwängen.

 

Was brauche ich wirklich? - Erkenne dich Selbst!

VORAUSSETZUNG für die AKTIVE SELBSTSORGE ist, dass wir uns, so gut als eben möglich, kennen, dass wir wissen, wie wir gestrickt sind und was wir wirklich brauchen und was nicht! Dies hört sich sehr banal an, scheint aber vielen Menschen gar nicht als selbstverständliches Kapital mit auf den Weg gegeben. 

  

 

 Meine persönliche Kraftquelle:

Kein anderer Mensch hat die Aufgabe oder die Pflicht, oder auch nur die Möglichkeit, für mich selbst zu sorgen. Dies gilt natürlich nur in Zeiten der nicht Angewiesenheit auf medizinische oder andere fachliche Experten/Innen. Beeinflussungen des eigenen Zustands, der von außen nach innen wirkt, wird von zB Expterten, Dienstleistern aller Art, die Einnahme von Medikamenten, delegiert.

In mich zu gehen, von innen heraus zu erkennen, wie es mir geht, was ich brauche und was ich dafür tun kann, damit ein von mir gewünschter Zustand des Wohlbefindes, der Erleichterung, der Entspannung, der gelassenen Lebensfreude gar eintritt, dies ist der Kern und das Herz der aktiven Selbstsorge.  

SCHLAFEN - TRINKEN & ESSEN - BEWEGUNG  und ENTSPANNUNG,

dies sind unsere 4 Grundbedürfnisse, die wir im Alltag befriedigen müssen. 

Doch die Aktive Selbstsorge geht über das Befriedigen der Grundbedürfnisse hinaus,

auch wenn letzteres basal und wichtig ist.